VERWALTUNGSGEBÄUDE - OBERBANKZENTRALE IN SALZBURG
 

ENTWURFSÜBERLEGUNGEN

Ein wesentliches Thema beim Entwurf für die Oberbank war, anhand einer räumlichen Hierarchie die Organisation des Innenraumes zu entwickeln. Es wurde ein Konzept für einen dreischiffigen Bau-Raum entwickelt, wobei die äußeren Zonen die Büros aufnehmen und sich um den Mittelbereich - die Halle - gruppieren. Diese Büros sind grundsätzlich von dieser mittleren Halle (Kundenhalle) - Kommunikationsmittelpunkt - aus zu erreichen. Das wesentliche Merkmal dieses zentralen Bereiches ist, daß sich in ihm der innere Verkehr abspielt und man sich dort immer wieder begegnet.


Diese zentrale Halle wird durch einfache Entwurfsüberlegungen so geöffnet, daß sich die sonst üblichen Gänge zu dieser mehrgeschoßigen Halle erweitern und somit die Büros in den einzelnen Geschossen auf die Galerie münden. Von dort aus erlebt und überschaut man nicht nur den gesamten Bau, sondern auch den noch in die Landschaft übergehenden städtischen Außenraum. Dieser Entwurfsgedanke bedeutet die Befreiung vom dunklen, erstickenden, endlosen Korridorlabyrinth, an das so typisch für ein durchschnittliches Bürogebäude an beiden Seiten Zimmer aufgereiht sind oder waren.

Wer nun das Gebäude betritt oder sein Zimmer verläßt, orientiert oder überblickt sofort das Gebäude in seiner gesamten Dimension. Dieser zentrale, mittlere Kundenbereich, der die Trennung der einzelnen Geschoße durchbricht und die gesamte räumliche Organisation bestimmt, prägt und charakterisiert das Gebäude.


Das zur Alpenstraße hin weit auskragende Dach, das die darunterliegende viergeschoßige, hohe Glaswand mit deutlich ablesbarem Eingang schützt, zieht diesen zentralen Innenraum nach außen und lenkt die Aufmerksamkeit von außen nach innen.

Nicht zuletzt dadurch wird die offene Einstellung der Oberbank zur Öffendlichkeit hin nach außen hin plastisch mit ihrem neuen Gebäude ausgedrückt.