REHABILITATIONSZENTRUM BAD HOFGASTEIN
 
Architektonische Überlegungen

An den derzeit schon bestehenden "Medizinischen Trakt" schließen, mittels einer Glasbrücke sowie eines distanzschaffenden Vivariums, vier neu zu errichtende Baukörper an. Mit einer durchlässigen Erscheinungsachse "Magistrale", an der die nach Süden orientierten Gemeinschafts- und Freizeiteinrichtungen liegen, bestimmen eigenständige, untereinander in Beziehung stehende, nach allen Himmelsrichtungen hin offene Grünräume.

Entwurfgedanke dabei ist die Menschen des RZ an einer Ost-West verlaufenden Begegnungs-, Kommunikations- und Erlebnisachse zusammenzuführen. Besonders relevant erscheint dabei die Durchlässigkeit des Gebäudes: Beim Betreten des Eingangsfoyers erlebt man nicht nur einen abwechslungsreichen Innenraum mit Café, sondern auch Durchblicke in den Therapiegarten, sowie Richtung Bürgerwald. Im öffendlichen Bereich des Erdgeschosses verwischen sich die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum durch großzügig öffenbare, verglaste Bereiche.

Energiekonzept

Passive Solarenergienutzung durch eine doppelschalige, nach Süden orientierten Glasfassade. Im Sommer sind die Luftklappen im oberen Bereich der Fassade geöffnet, die durch Zirkulation abgekühlte Luft zwischen den beiden Schalen strömt ins Innere der Räume und senkt die Raumtemperatur.

Im Winter sind die Luftklappen an der Fassadenaußenseite geschlossen, die stehende Luft zwischen den Fassadenschalen erwärmt sich durch die Sonnenstrahlung, die erwärmte Luft erhöht die Raumtemperatur.

Funktionelle Gliederung

Die Ost-West orientierten Baukörper, mit den Patientenzimmern und dem unabhängigen Wirtschaftstrakt sind zwei- bis dreigeschossig, entsprechend der Hanglage, gestaffelt. Die Abstände zwischen den Bettentrakten wurde großzügig bemessen, um Hofcharakter zu vermeiden.

Die funktionelle Trennung von Bettentrakt und lärmintensiveren Bereichen wie Küche, Speisesaal, Aufenthaltsbereiche und Verwaltung, verhindert die gegenseitige Beeinträchtigung.